Digitale Lernkultur: mangelhaft. Setzen!

Digitale Lernkultur: mangelhaft. Setzen!

Endlich sind die Schulen zu, bzw. die Kinder nicht mehr im öffentlichen Nahverkehr unterwegs, nicht mehr dem Risiko ausgesetzt, zum Überträger zu werden.

Nun fängt man ja schon mal an nachzudenken…. In den letzten Wochen wurde uns immer wieder gesagt, daß die Kinder keine Pandemietreiber wären die Schulen wären nicht das Problem. Wir sollen alle – am besten immer – Maske tragen und Abstand halten. Die Zahlen explodierten plötzlich und die Schulen waren immer noch nicht das Problem. Die Infektionszahlen wurden noch schlimmer und die Schulen blieben offen. Ja, wir haben anderes Wetter, aber wir haben eben so viel NCHT getan wie im März 2020 und die Zahlen herunterzubringen.
Nun ist er da der 2. Lockdown und nun werden die Schulen – 3 tage vor den Ferien nun doch geschlossen. Nein, nicht geschlossen, es wird empfohlen, die Kinder am Distanzunterricht teilnehmen zu lassen. Keinerlei Kommentar aus der Kultusministerkonferenz, was aber Eltern sehen ist: Die Politik sagt, die Schulen sind sicher, aber die Schulpflicht wird aufgehoben. Für was denn jetzt nochmal, wenn die Schulen denn sicher sind ? Das ist so seriös, wie Altersheime zu Schulen umzubenennen um sie zu sicheren Orten zu machen. Liebe Politiker, JA, wir hatten sowas noch nie, JA wir müssen mit neu gewonnenen Erkenntnissen gegebenenfalls nachsteuern, aber mit diesem Rumgeeiere werden nicht nur Menschenleben gefährdet, sondern auch das Vertrauen in die Politik wird nachhaltig beschädigt.
Und ja, mir ist völlig bewusst, daß der Distanzunterricht viele Familien vor kaum lösbare Probleme stellt. Drucken aus dem iPad zum Beispiel, weil man den naiven Fehler gemacht hat, keinen AirPrint fähigen Drucker zu kaufen. Brauchte man ja nie. Jetzt aber, weil Schulen Apple iPads anschaffen ohne vorher festzulegen, was das Einsatzprinzip ist. Da kommt noch viel Spass auf uns zu. Schnell etwas für die Mathematiker: Für meine Kinder gab es 1 Woche Distanzunterricht, passiert sind 4,5 Stunden Remote-Unterricht pro Kind. 30*45 Minuten Präsenzunterricht ergeben etwa 22 Zeitstunden in einer Woche. Möge sich jeder ausrechnen, wie effizient das ist. Da werden wir noch einen weiten Weg gehen müssen, auf dem Lernprozesse digitalisiert werden, PFDs ausfüllbar werden, Klausuren online geschrieben werden (remote-proctored), Bücher, also Unterrichtsmaterialien sowieso digital vorliegen und e-learning das neue „normal“ werden. Die Kultusminister müssen endlich in die Pötte kommen und den Schulen die dringend notwendigen Vorgaben und Rahmenrichtlinien zur Verfügung stellen, damit man da rechtssicher und natürlich auch pädagogisch die richtigen Konzepte entwickeln kann.

Frohe Weihnachten und Daumen drücken für das, was nach dem 10.1.2021 kommt. Vielleicht ist der Weihnachtsmann ja im KMK grosszügig mit Medienkompetenz.

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