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Totgesagte leben lรคnger โ€“ oder: Warum manche Menschen einfach zu viel Freizeit haben

Es ist ja immer das Gleiche. Man sitzt entspannt bei seinem Kaffee, mรถchte kurz einen Blick auf das eigene digitale Wohnzimmer werfen, und was findet man vor? Nichts. Absolut gar nichts. Ein digitales ร–dland, leerer als das Versprechen eines Politikers vor der Wahl.

Irgendein bemitleidenswertes Individuum โ€“ nennen wir es der Einfachheit halber โ€žHackerโ€œ, obwohl โ€ždigitaler Vandalismus aus purer Langeweileโ€œ es wohl eher trifft โ€“ hat sich wohl gedacht: โ€žMensch, die Instanz auf Roewi.de sieht aber ordentlich aus, das machen wir mal kaputt.โ€œ Und sie waren grรผndlich. Nicht nur ein bisschen am CSS geschraubt oder die Startseite mit ASCII-Art verschandelt. Nein, die Herrschaften haben direkt die Datenbanktabellen gelรถscht. Einfach weg. Tabula Rasa im wahrsten Sinne des Wortes.

โ€žKein Backup, kein Mitleidโ€œ? Von wegen!

Wir kennen alle diesen hรคmischen Spruch, der einem in IT-Foren entgegengeschleudert wird, sobald man den ersten Anflug von Panik zeigt: โ€žKein Backup, kein Mitleid.โ€œ Tja, รœberraschung, ihr Hobby-Zerstรถrer: Ich hatte eins. Es ist schon eine faszinierende Charakterstudie, was Menschen dazu treibt, ihre Zeit damit zu verschwenden, die Arbeit anderer zu vernichten. Was genau ist die Motivation? Ein kurzes Gefรผhl von Macht, wรคhrend man im abgedunkelten Kinderzimmer sitzt und darauf wartet, dass die Pizza geliefert wird? Ein verzweifelter Schrei nach Aufmerksamkeit, weil es im echten Leben nicht mal fรผr ein freundliches โ€žGuten Tagโ€œ beim Bรคcker reicht? Es bleibt ein Rรคtsel der Evolution.

Die Chance im Chaos

Eigentlich mรผsste ich mich bedanken. (Vorsicht: Das war Zynismus. Ich bedanke mich nicht fรผr die zusรคtzliche Arbeit, die ich mit meiner Lebenszeit besser hรคtte fรผllen kรถnnen.)

Aber wenn man schon vor einem rauchenden Trรผmmerhaufen steht, kann man die Gelegenheit auch gleich nutzen, um mal richtig durchzukehren. Der ganze alte Ballast, die Plugins, die man โ€žirgendwann mal testen wollteโ€œ, und der digitale Staub der letzten Jahre? Mit der Datenbank gelรถscht. Weggeblasen vom Wind der Boshaftigkeit.

Ich habe die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und Roewi.de einmal komplett auf links gedreht. Alles neu, alles frisch, alles ohne den Mief der Vergangenheit.

Und da sind wir jetzt

Hier stehen wir also. Die Seite ist wieder online. Die Datenbanken sind wieder gefรผllt (und ja, die Backups sind jetzt noch redundanter, falls ihr es nochmal wissen wollt).

An den oder die Verursacher: Sucht euch ein produktives Hobby. Hรคkelt Decken fรผr Tierheime oder lernt eine Sprache. Die Welt hat genug Zerstรถrung; versucht es doch mal mit Erschaffen. Es fรผhlt sich eigentlich ganz gut an โ€“ solltet ihr mal ausprobieren.

An alle anderen: Willkommen auf dem neuen Roewi.de. Schรถner, sauberer und trotzig wie eh und je.

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